Olivenblätter Tee als SIBO Therapie
- Lauren Steinman

- vor 2 Stunden
- 5 Min. Lesezeit

Ich möchte heute noch etwas tiefer auf einen neueren Instagram-Post von mir eingehen.
Dort hatte ich eine kleine Studie erwähnt, die bei SIBO sehr interessante Ergebnisse gezeigt hat: Verwendet wurde ein Tee aus getrockneten Olivenblättern – also kein klassisches „SIBO-Protokoll“, sondern ein vergleichsweise simples, pflanzliches Werkzeug mit erstaunlich gutem Potenzial.
Noch etwas: ganz unten in diesem Blog Post erfährst du als erste die News zu meinem neuen Herzensprojekt! Dadurch hoffe ich viel Mehrwert und Hilfe für Reizdarm/SIBO Betroffenen zu schaffen.
Die Olivenblätter Studie, auf die ich mich beziehe, heißt:
Zafar et al. (2025): Therapeutic effects of olive leaf tea (Olea europaea L.) on gastrointestinal symptoms and body composition in adults with small intestinal bacterial overgrowth
Darin bekamen SIBO-Patienten über 2 Monate hinweg 2x täglich 1,7 g getrockneten Olivenblatt-Tee in 250 ml Wasser. Die Ergebnisse waren für eine so einfache Intervention bemerkenswert: deutliche Verbesserungen bei Symptomen und Atemtest-Werten.
Was ich daran besonders spannend finde: Olivenblätter liefern unter anderem Oleuropein, einen bioaktiven Pflanzenstoff mit starkem antioxidativem und modulierendem Potenzial. Genau diese Kombination finde ich in der Praxis oft sehr interessant – vor allem bei Menschen, die auf die üblichen, aggressiveren SIBO Wege nicht gut ansprechen.
Ich möchte dabei aber wie immer ehrlich und realistisch bleiben:
Das ist kein „Wundertee“.Und es ist auch nichts, wo ich seriöserweise behaupten würde, dass man damit innerhalb weniger Tage plötzlich beschwerdefrei ist.
So arbeite ich aktuell damit in meiner Praxis:
Ich setze Olivenblatt-Tee vor allem bei Patientinnen und Patienten ein, die in eine der folgenden Gruppen fallen:
– Menschen, die auf klassische antimikrobielle SIBO-Kräuter sehr sensibel reagieren oder sie in der Vergangenheit nicht gut vertragen haben– Menschen, die Rifaximin oder andere SIBO-Antibiotika nicht vertragen, nicht einsetzen möchten oder aus praktischen Gründen keinen Zugang dazu haben– Menschen, die mit ihrer Behandlung schon ein gutes Stück vorangekommen sind, aber noch nicht ganz „durch“ sind – also z. B. bei etwa 50-70 % Verbesserung gegenüber dem Ausgangspunkt
Besonders auffällig ist für mich bisher noch etwas anderes:
Meine Histamin- und MCAS-Patienten scheinen als Gruppe oft besonders gut damit zurechtzukommen.
Natürlich ist das keine formale Studienaussage, sondern meine klinische Beobachtung. Aber es ist eine Beobachtung, die sich für mich inzwischen oft genug wiederholt hat, dass ich sie sehr ernst nehme.
Zur Dosierung in meiner Arbeit:
Die Studie hat mit 1,7 g in 250 ml Wasser, 2x täglich gearbeitet.Ich selbst sehe in der Praxis oft gute Ergebnisse mit ungefähr 2 g, 2–3x täglich vor den Mahlzeiten.
Wichtig ist dabei auch die Ziehzeit:
Wenn der Tee 3–4 Minuten zieht, wird er recht bitter und deutlich kräftiger.Für empfindliche Menschen sind 1–2 Minuten oft der bessere Einstieg.
Auch das ist etwas, das ich gerne individualisiere. Nicht jeder braucht sofort die stärkste Version.
Was ich bisher beobachte:
Ich sehe mit diesem Ansatz in der Regel keine instantanen Ergebnisse – und ehrlich gesagt halte ich das bei nachhaltigen SIBO-Strategien auch nicht für besonders realistisch.
Was ich aber sehr wohl sehe, ist bei einem großen Teil der passenden Patienten ein deutlich verbessertes Gesamtbild nach 2 bis 3 Monaten im Vergleich zum Ausgangspunkt.
Weniger Reaktivität.
Mehr Toleranz.
Weniger „ständiges Antriggern“.
Oft ein ruhigeres Verdauungsbild insgesamt.
Nicht bei jedem. Nicht gleich schnell. Nicht als alleinige Maßnahme in jedem Fall.Aber als Baustein kann es ausgesprochen wertvoll sein.

Der Tee, den ich aktuell empfehle, ist dieser*:
Mit meinem Code bekommt ihr dort aktuell einen kleinen Rabatt:
Lauren5
Zur Qualität vielleicht noch etwas ganz Praktisches: Ich vertraue hier dem Tee von Femblends, weil die Gründerin ein kleines, frauengeführtes Unternehmen mit aus meiner Sicht wirklich hohen Qualitätsstandards aufgebaut hat. Gerade bei therapeutisch eingesetzten Tees finde ich die Sorgfalt hinter dem Produkt am Ende mindestens genauso wichtig wie das Etikett auf der Verpackung.
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Was ich allerdings auch ganz klar sagen kann:
Die besten Ergebnisse sehe ich nicht mit dem Tee isoliert, sondern dann, wenn er in ein größeres, sinnvolles SIBO-Konzept eingebettet ist.
Dazu gehören aus meiner Sicht vor allem diese drei Bereiche:
1. Stabilisierung der Schleimhautbarriere
Also: Arbeit an Barrierereizung, „Leaky Gut“-Thematik und Dysbiose.Wenn die Schleimhaut permanent gereizt ist und das Milieu insgesamt instabil bleibt, dann reicht ein antimikrobiell oder modulierend wirkender Tee alleine meist nicht aus.
Der Olivenblatt-Tee ist aus meiner Sicht nicht nur wegen seiner antimikrobiellen, polyphenolreichen und antioxidativen Eigenschaften interessant. Genau diese Eigenschaften machen ihn oft auch zu einer sinnvollen Unterstützung, wenn es um Barriereschutz, Schleimhautberuhigung und dysbiosegetriebene Reizung geht. Es gibt Hinweise aus der Forschung zu Olivenblatt-Polyphenolen und Oleuropein, dass sie entzündliche Prozesse und oxidative Belastung im Darmmilieu günstig beeinflussen und die Barrierefunktion unterstützen können — was ihn gerade bei Fällen mit „Leaky Gut“-Komponente oder irritierter Darmschleimhaut besonders spannend macht. Und auch wenn wir dazu für den Tee selbst noch keine direkte Humanforschung für alle diese Anwendungsbereiche haben, halte ich es für gut vorstellbar, dass er über seine Pflanzenstoffe nicht nur im Dünndarm, sondern auch im Dickdarm-Mikrobiom modulierende Effekte entfalten kann. Für Olivenblatt-Extrakte und Oleuropein gibt es außerdem bereits Hinweise auf antimikrobielle und auch antimykotische Eigenschaften.
2. Nervensystem-Support und Vagusfokus
Das ist für viele immer noch ein unterschätzter Punkt.Aber wenn der Körper dauerhaft im Alarmzustand ist, Verdauung nicht richtig „online“ kommt und der Vagusnerv nicht gut mitspielt, dann bleibt das gesamte System deutlich störanfälliger.
3. Motilität
Und das ist langfristig der Schlüssel. Das Bewegungsmuster deines Darms ist DER Mechanismus der dich vor SIBO schützt.
Gute Motilität ist aus meiner Sicht der Unterschied zwischen einer Behandlung, die längerfristig trägt, und einer, bei der es relativ schnell wieder zu Rückfällen kommt.
Gleichzeitig ist Motilität oft auch das schwierigste Puzzleteil überhaupt, weil das, was am besten funktioniert, sehr individuell sein kann.
Und genau deshalb ist Motilität in meiner Arbeit mit SIBO-Patienten mit Abstand einer der wichtigsten Schwerpunkte – und interessanterweise oft auch der Bereich, mit dem viele in der Umsetzung am meisten kämpfen.
Nicht, weil sie „nicht motiviert“ wären.Sondern weil es in der Praxis eben oft nicht reicht, einfach nur irgendein Motility-Supplement zu nehmen und zu hoffen, dass das Problem damit erledigt ist.

Motilität ist komplex
Die Bewegungsmuster deines Darms hängen an Tagesrhythmus, Nervensystem, Mahlzeitenabständen, individuellem Verträglichkeitsprofil, manchmal auch an Entzündung, Histamin, Stressphysiologie, Trauma, oder hormonellen Faktoren. Und genau deshalb braucht sie meist einen deutlich durchdachteren Ansatz.
In diesem Zusammenhang habe ich etwas, woran ich gerade mit viel Freude arbeite:
Ich baue aktuell eine Membership-Plattform auf, die verschiedene Wege der Motilitätsunterstützung und SIBO-Hilfe an einem Ort zusammenbringen soll.
Wenn du dich dafür interessierst, kannst du dich hier auf die Warteliste setzen:
Ich freue mich sehr darauf, dieses Projekt bald mit euch zu teilen, weil ich weiß, wie sehr genau dieser Bereich vielen fehlt:
ein Ort, an dem Menschen mit SIBO und/oder Reizdarm Motilität (Das Bewegungsmuster des Darms) und alles drum herum endlich nicht nur am Rand erwähnt wird, sondern wirklich im Zentrum steht.
Wie immer gilt:Das ist kein allgemeiner „jeder mit SIBO sollte das nehmen“-Rat. Es ist ein Werkzeug, das aus meiner Sicht für die richtigen Menschen zur richtigen Zeit sehr sinnvoll sein kann.
Alles Liebe,
Lauren
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung oder Behandlung. Bitte stimme Nahrungsergänzungsmittel, Kräuter und therapeutische Maßnahmen immer auf deine persönliche Situation ab und besprich sie bei Bedarf mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson.
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